Kabinettsystem

Die Schulkonferenz hat am 22.06.20 mit großer Mehrheit bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung nach einer zweijährigen Erprobungsphase die dauerhafte Einführung des Kabinettsystems beschlossen. Im Sinne stetiger Schulentwicklung wollen wir auch weiterhin mit allen Beteiligten im Gespräch bleiben, damit Lernumgebung und Organisation zur Zufriedenheit aller sind. Eine Auswertung der Ergebnisse der zweiten Evaluation ist nachstehend einsehbar. Aufgrund geringer Beteiligung in der Eltern - und Schülerschaft sind die Ergebnisse allerdings nicht repräsentativ.

Bei Wikipedia ist folgende Definition dieser pädagogischen Innovation nachzulesen:
"Unter dem Lehrerraumsystem (auch Lehrerraumprinzip, Lehrerraumkonzept oder Kabinettsystem genannt) versteht man eine Raumnutzung in Schulen, in dem Unterrichtsräume nicht einzelnen Schulklassen (als Klassenraum), sondern Lehrern zugeordnet sind. Das Lehrerraumsystem bietet Lehrern die Möglichkeit, ihren Unterrichtsraum nicht nur den Anforderungen ihres jeweiligen Unterrichtsfaches, sondern auch ihren persönlichen Vorstellungen und Wünschen entsprechend zu gestalten."

Welche Verbesserungen werden vom Kabinettsystem erwartet?
  • verbesserte Lernbedingungen für unsere Schülerinnen und Schüler
  • Raum als 3. Pädagoge
  • bessere Bedingungen für schüleraktivierende und schülerorientierte Lernprozesse
  • zuverlässige technische Lern- und Lehrbedingungen
  • mehr Fachbezug in den Lernräumen sichtbar und als produktives Element brauchbar
  • individueller gestaltete Lernräume
  • benötigtes Material ist in den Lernräumen vorhanden und muss nicht erst quer durchs Haus herangeschafft werden
  • weniger Absprache mit anderen Lehrkräften mit anderen Fächern nötig
  • problemlos(er) handhabbare Technik in den Lernräumen
  • mehr echte Lernzeit, da weniger Zeitverlust durch Technikprobleme und Umräumerei sowie Aufräumen entsteht
  • verbesserte Arbeitsbedingungen
  • weniger Vandalismus und weniger Verschmutzung in den Räumen
  • Verantwortlichkeiten für die Räume sind geregelt
Was bedeutet das Kabinettsystem für unsere Schülerinnen und Schüler?
  • bessere Lernbedingungen durch vorbereitete und fächerbezogene Lernumgebungen
  • Aktivierung der entsprechenden Hirnregionen durch klaren Fächerbezug beim Betreten und beim Aufenthalt in einem gut gestalteten Kabinett bzw. Fachraum
  • gut zugängliches Zusatzmaterial, wie z. B. Sekundärliteratur, Lexika, Wörterbücher, Duden, Bibeln, Atlanten
  • Tischanordnungen entsprechend den unterrichtlichen Settings
  • die von ihnen oder für sie gestalteten Lernplakate u. Ä. werden nicht beschädigt und bleiben länger erhalten
  • die Technik für ihre Präsentationen funktioniert und kann problemlos bedient werden
  • die Lehrkräfte sind in ihren Kabinetten leichter zu erreichen als früher im Klassenraumsystem
Natürlich bringt das Kabinettsystem, wie jedes Raumnutzungssystem, auch Anforderungen an das Selbstmanagement und Sozialverhalten unserer Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte mit sich: 
  • Einlassen auf Veränderungen und Neuerungen
  • Überlegungen, welches Material wirklich für die jeweiligen Unterrichtsstunden benötigt und von zuhause mitgenommen wird
  • Nutzung digitaler Schulbücher, auch um die eigene Schultasche zu erleichtern
  • Rücksichtnahme auf den Wegen durchs Haus und im Schulalltag

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